Auf homepageerstellen.net erfahren Sie Wissenswertes rund um die Themen Webseite, CMS, Hosting sowie Homepage-Baukasten. Die technische Entwicklung der Webseite reicht bereits mehrere Jahrzehnte in die Vergangenheit zurück. Nicht wenige behaupten, die Webseite habe mittlerweile gegenüber der mobilen Anwendung (App) an Bedeutung verloren, andere wiederum betrachten die Webseite als wichtiger denn je, schließlich schaffen es immer mehr ältere Menschen sich mit den technischen Vorteilen anzufreunden. Ob veraltet oder hochaktuell: Über Webseiten wurden in den vergangenen Jahren weltweit mehrere Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet, zahllose Werbekampagnen erstellt und viele Millionen Menschen unterhalten – Zeit also einen Blick auf dieses relativ neue Medium zu werfen.

„Das Internet wird es in ein paar Jahren nicht mehr geben“,

Offensichtliche Fehleinschätzung, ca. 1995.

Diese Aussage dürfte in Sachen Fehleinschätzung an Kaiser Wilhelm II erinnern, der fest der Meinung war, das Auto könne niemals den Komfort einer Kutsche ersetzen. Heute erscheinen derartige Aussagen aus den 1990er Jahren antiquiert und fehlgeleitet, im Gegenteil: Das Internet hat die gesamte Kommunikation derart revolutioniert wie es zuvor höchstens Buchdruck und Dampfmaschine schafften. Während Absender und Empfänger bis vor kurzem noch teilweise mehrere Wochen auf die Zustellung eines Briefs warten mussten, werden Nachrichten in der heutigen Zeit in Sekundenschnelle versendet. Fluch oder Segen?

Als das Internet in den 1990er Jahren technische Salohnfähigkeit und eine immer größere Verbreitung erreichte, machte diese neue Erfindung einen vergleichsweise primitiven Eindruck: Sollten diese bunten Bildchen, das krakelnde Modem und die lustigen Töne 16-Bit-Töne irgendwann ein seriöses Medium wie die Zeitung ersetzen oder – kommerziell betrachtet – mehr Leute erreichen als eine Werbeanzeige in einer Zeitung? Zweifler waren zu recht skeptisch denn die ersten Jahre von Internet und Webseite machten alles andere als einen seriösen Eindruck. Für Spaßprojekte und um hier und da ein paar Code-Schnippsel auszuprobieren? Eher schon. Für ernstzunehmende Firmenpräsentationen oder gar als Ressource für Informationen? Eher nicht.

Steinzeit-Relikt Nummer 1
Steinzeit-Relikt Nummer 2

Die ersten Webseiten basierten auf einfachem HTML-Code – eine auszeichnungsbasierte Programmiersprache, die durch die Eingabe von Tags, Texte und Bilder darstellt. Die Zahl der HTML-Kurse stieg in den 1990er Jahren sprunghaft an und wurde spätestens in den 2000er Jahren zum Pflichtprogramm in den meisten weiterführenden Schulen. Immer mehr Leute hatten großes Interesse daran, ihr Hobby, ihre Firma oder sich selbst im Internet möglichst interessant darstellten.

Zwischenzeitlich stieg die Zahl Firmen, Organisationen und Behörden, die im Internet vertreten sein wollten. Dies erfolgte, insbesondere bei großen Unternehmen und Behörden, durch eine Agentur, die für die Erstellung der Webseite beauftragte wurde. Kleinere Unternehmen die über keine derart großen finanziellen Ressourcen verfügten, begnügten sich in den ersten Jahren zu mit Online-Branchenbüchern wie etwa den Gelben Seiten oder dem Branchenpunkt.

Im privaten Bereich zeichnete sich eine ähnliche Entwicklung ab: Wer es sich leisten konnte (oder die entsprechende HTML-Kompetenzen bzw. Kontakte hatte), erstellte sich seine Webseite selbst und fügte Inhalte mittels HTML-Code in die Seite ein. Vorteil: Eigene Kontrolle über die Webseite und quasi unbegrenzter Gestaltungsspielraum. Nachteil: Programmierkenntnisse und teilweise Kenntnisse über IT-System-Administration erforderlich.

Die Lücke derjenigen, die liebend gerne eine Webseite haben wollen aber weder Programmierer noch entsprechende Kenntnisse zur Hand hatten, füllten schnell Anbieter wie Geocities oder Beepworld. In den 1990er Jahren verzeichneten beide Anbieter enormen Zuwachs auf ihren Plattformen. Beide boten ihren Kunden eine kostenlose Webseite an – ganz ohne Programmierkenntnisse! Die Inhalte konnten einfach über einen Editor angepasst werden, vergleichbar mit einem Textverarbeitungsprogramm. Der Inhalt ließ sich über eine Subdomain wie etwa beispiel.beepworld.de abrufen. Mit einem entscheidenden Manko mussten sich beide jedoch abfinden: Wer das kostenlose Angebot in Anspruch nehmen wollte, musste fremdgesteuerte Werbeanzeigen auf seiner Seite über sich ergehen lassen.

Wie in anderen Gesellschaftsbereichen zeichneten sich auch online früh gewisse Trends ab. Damals und heute gibt es unter Designern und Programmierern ästhetische Aspekte der Entwicklung die als interessant oder uninteressant gelten. Dies betrifft insbesondere optische und akustische Effekte, die kamen und (oft zum Glück) wieder gingen. Oder wer würde tatsächlich behaupten, dass man heute seriöserweise 16 Bit Musik als Hintergrund in seine Webseite einbauen sollte? Während sich diese Frage heute von selbst beantwortet, kam in den 1990er Jahren kaum eine Seite ohne Musik aus. Schließlich war die Wiedergabe von Sound Mitte der 90er Jahre nicht an jedem PC selbstverständlich. Die entsprechende Hintergrundmusik konnte da schon den einen oder anderen Webseiten-Besucher beeindrucken. In den 2000er-Jahren ging der Trend weiter in Richtung Hintergrund-Geräusche bis hin zu Musik in hoher Qualität – bis der Trend Ende der 2000er Jahre verschwand und seit dem nicht mehr zu sehen ist.

Durch den medialen und gesellschaftlichen Druck wurde es immer wichtiger eine Webseite zu haben. Diejenigen, die dem Internet eine kurze Lebensdauer prophezeiten, wurden immer weniger. Auf der anderen Seite gab es eine gewaltige Medienlandschaft und ein sich immer weiter änderndes Verhalten auf Seiten des Konsumenten, der die Informationsbeschaffung nicht mehr über Offline-Medien präferierte sondern sich im Internet über seinen Lieblingsfilm, einen Dienstleister oder einfach nur über seinen Hausarzt informieren wollte.

Dieser hohe Bedarf an Webseiten, insbesondere im kommerziellen Sektor, und die vergleichsweise geringe Anzahl an qualifizierten Fachkräften, die eine Webseite erstellen konnten, sorgte dafür, dass die Nachfrage bspw. Mittels CMS oder Baukasten bedient wurde. Das CMS (Content Management System), ermöglicht dem Webseitenbetreiber das Aufspielen von Software auf einem Endgerät oder einen Server. Im Gegenzug kann über diese Software eine Webseite einfach und ohne Expertenwissen erstellt werden, vergleichbar mit einem Webbaukasten. Als bekanntestes CMS gilt heute die Software WordPress, die mittlerweile Millionenfach im Internet zu finden ist. Während in den 1990er Jahren Microsoft Front Page den Goldstandard für Desktop-basiertes Webdesign darstellte, konnte WordPress diesem Produkt bereits in den frühen 2000er Jahren den Rang ablaufen.

Den Homepage-Baukasten hingegen, könnte man als nächste Entwicklungsstufe des CMS bezeichnen, schließlich ist hier in der Praxis überhaupt kein Hard Coding erforderlich. Die Inhalte können beliebig verändert auf dem selben Hoster hochgeladen werden wie die Domain.

Als Ideallösung für Einsteiger verstanden sich Anbieter wie Geocities oder Beepworld: Einfaches Konzept, für alle Verständlich, gratis. Spätestens aber in den 2000er Jahren stellten sich die ursprünglichen Frameworks dieser Anbieter als vergleichsweise banal heraus. Komplexe Grafiken zu erstellen oder ansprechende Animationen war quasi unmöglich. Dies führte zu einer konsequenten Weiterentwicklung des Konzepts, beispielsweise durch neue Player auf dem Markt wie Squarespace 1und1 IONOS und Jimdo.

Webseite und klassische Medien im Vergleich

Die Webseite und das Internet im Allgemeinen wird als konsequente Weiterentwicklung der Print- und Fernseh-Medienlandschaft betrachtet. Während die Zeitung Mitte des 20. Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreichte, nahm die Auflagenzahl ab den 1960er Jahren immer mehr ab und fristet heute – im Gegensatz zu früher – ein Schattendasein. Eine vergleichbare Entwicklung ist wiederum einige Jahrzehnte später bei der Verbreitung von TV-Geräten zu betrachten, die heutzutage zu einem beträchtlichen Teil von mobilen Endgeräten wie Tablets oder Laptops ersetzt wurden – auch wenn der Schwund längst nicht so deutlich zu spüren ist wie der Bedeutungsverlust der Printmedien.

Grund für diesen Langzeittrend ist nicht nur der technischen Weiterentwicklung geschuldet sondern ist auch auf die eindeutigen Vorteile einer Webseite gegenüber den klassischen Medien wie der Zeitung, der Zeitschrift oder dem Fernseher zurückzuführen. Auf diese Vorteile (und auch Nachteile) werden wir in den folgenden Punkten eingehen:

Webseite als Informationsquelle

Wer sich vor 30 Jahren intensiv über ein Thema informieren wollte, sei es für eine akademische Abschlussarbeit oder ein Schulreferat, musste zunächst eine Bibliothek aufsuchen. Zwar pflegen gerade universitäre Einrichtungen schon immer einen sehr umfangreichen Bestand, in anderen öffentlichen Einrichtungen war dies nicht immer der Fall, von Kommune zu Kommune waren die Unterschiede teils erheblich.

Mit dem heutigen World Wide Web lassen sich Informationen wie beispielsweise Texte, Bilder und Videos, innerhalb von Sekunden beschaffen. Experten schätzen, dass sich das menschliche Wissen derzeit alle zwei Jahre verdoppelt – eine Entwicklung die in Sachen Geschwindigkeit alles bisher da gewesene deutlich überholt. Als Informationsquelle hat sich das Internet daher deutlich gegenüber den Printmedien bewährt. Dieser Vorteil betrifft nicht nur die Informationsbeschaffung zu archiviertem Wissen sondern auch zu aktuellen Schlagzeilen. Es ist nicht mehr notwendig sich eine Zeitung zu kaufen um sich über das aktuelle Tagesgeschehen zu informieren. Mit wenigen Klicks können verschiedene Medien aus unterschiedlichen Spektren mit unterschiedlichen politischen Ansichten abgerufen und miteinander verglichen werden.

Webseite als Werbeplattform

Die klassische Printwerbung entstand im ausgehenden 19. Jahrhundert und erreichte Mitte des 20. Jahrhunderts ihre Blütezeit, als Unternehmen wie BBDO und McCann Erickson auf der Bühne der Print- und später Fernsehwerbung große Erfolge feiern konnten. Das Internet hat die Werbewelt seit den 1990er Jahren in ihren Grundfesten erschüttert, nicht nur weil die Auflagenzahl der Zeitungen deutlich abgenommen hat, sondern auch weil sich die Gewohnheiten der Menschen insgesamt verändert haben. Gerade die werberelevante Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen stellen ihr Konsumverhalten immer stärker von Fernsehen zu Online-Medien wie YouTube und Netflix um. Printmedien? Lesen in dieser Altersgruppe weniger als 20% regelmäßig.

Das Internet und Webseiten haben als Werbeplattform unbestrittene Vorteile gegenüber der klassischen Werbung. Als vorteilhaft erweist sich etwa die Erreichbarkeit: Mit einer Werbeanzeige auf Google oder Facebook können theoretisch über 50 Millionen Menschen alleine im deutschen Bundesgebiet erreicht werden – eine Auflagenzahl die in den Printmedien selbst zu Spitzenzeiten nicht erreicht wurde. Auch im Fernsehen und Rundfunk sind diese Zahlen illusorisch, selbst zu Spitzenereignissen, wie beispielsweise dem Finale einer Fußball-Weltmeisterschaft.

Der entscheidende Vorteil des Internet bzw. einer Webseite als Werbeplattform ist der geringe Streu-Effekt. Wer sich bspw. Eine Tageszeitung kauft muss diese Zeitung nicht zwangsläufig lesen. Wer die Zeitung aufklappt muss nicht unbedingt bei der gewünschten Anzeige landen. Und wer sich die Anzeige ansieht muss nicht unbedingt die richtige Zielgruppe sein. Somit ergibt sich in den klassischen Medien für Werbetreibende eine enorme Streuung. Schon Henry Ford war sich vor hundert Jahren nicht sicher welchen Teil seines Budgets für Werbung tatsächlich Sinn ergebe und welcher nicht.

Google Werbung und Facebook Werbung haben die Welt in dieser Hinsicht revolutioniert. Am Beispiel von Google Ads lässt sich deutlich erkennen wie viel effizienter Werbung heutzutage geworden ist: Werbeanzeigen von Ads erscheinen nach Eingabe eines Suchbegriffs neben den organischen Suchergebnissen. Entscheidend für das Erscheinen einer Werbeanzeige ist das Keyword. Gut optimierte Kampagnen erscheinen nur dann wenn der Suchende das thematisch passende Keyword eingibt. Beispielsweise würde die Werbeanzeige für eine Risikolebensversicherung nur dann erscheinen, wenn der Suchende Begriffe wie „Lebensversicherung online“ oder „Risikolebensversicherung Vergleich“ eingibt. Der hierdurch entstehende Streu-Effekt ist im Vergleich zur Film- und Fernsehwerbung sowie der Printwerbung minimal.

Das Internet / die Webseite als Kommunikationskanal

Wie sah die mediale Welt in Sachen Kommunikation vor dem Internet aus? Die großen Medienhäuser bestanden aus Redaktionen die Inhalte recherchierten und entsprechend in Fernsehsendungen, Zeitungsartikel und Radio-Programmen verarbeiteten. Konsumenten hatten – bis auf Leserbriefe oder Interviews auf der Straße – keine Möglichkeit mit den Medien zu interagieren. Und auch auf diese Interaktionen hatten die Medienhäuser einen enormen Einfluss, da sie vorab wählen konnten welche Leserbriefe veröffentlicht wurden und welche Zuschauer im Fernsehprogramm ins Studio durchgestellt wurde.

Was früher eine Einbahnstraße war, hat sich heute mittlerweile zu einer mehrspurigen Autobahn in beide Richtungen entwickelt. Während noch vor 30 Jahren der eine oder andere Fehler in der Berichterstattung unentdeckt blieb, werden Redakteure und die Journaille durch Kommunikationskanäle wie Social Media deutlich stärker in die Pflicht genommen, qualitativ hochwertig über Sachverhalte zu berichten.

Diese Entwicklung hat wiederum dazu geführt, dass einige Print-Verlage in den letzten Jahrzehnten ihr Geschäft aufgeben mussten. Parallel dazu erlauben Plattformen wie Facebook oder Blogspot Laien erlaubt ihre Meinungen im kundzutun. Mit Medien wie etwa Twitter können die neusten Posts mehreren Millionen Menschen auf einen Schlag zur Verfügung gestellt werden – ein klarer Wettbewerbsvorteil.

Früher und heute: Mögliche Nachteile im Vergleich

Offensichtliche Nachteile ergeben sich beispielsweise in der Geschwindigkeit der Entwicklung und einer immer neuen Anzahl von Präzedenzfällen. Die oben betrachteten Vorteile haben auch dafür gesorgt, eine völlig neue Spezies Mensch zu kreieren: Den Internet-Troll. Während es den meisten Konsumenten um die Verbreitung wissenswerter Information geht, gibt es die einen oder anderen denen es wichtiger erscheint online zu provozieren und einen Shitstorm auszulösen. Zwar kann heutzutage jeder seine Meinung kundtun, andererseits befürchten Experten auch den Ausbruch einer neuen Plattform für Mobbing, insbesondere für benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Optimisten sind der Meinung, dass sich der Mensch mit den technischen Herausforderungen weiterentwickelt und das derartige Probleme bereits früher – nur in anderer Form – bereits in der Gesellschaft zu beobachten waren.

Festzuhalten bleibt, dass es in Sachen Werbung, Kommunikation und medialer Aufmerksamkeit die klassischen Medien wie Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehen gegenüber dem Internet zunehmend schwerer haben werden. Auf die damit entstehenden Herausforderungen gilt es adäquat zu reagieren.

Bei Webseiten zuhause – der Markt der Hosting-Services

Jede erreichbare Webseite benötigt einen Webserver wo die Inhalte der Homepage hochgeladen werden. Oder drucktechnisch gesprochen: Während die Webseite das Buch darstellt, lässt sich das Bücherregal als Server bezeichnen. Der Server ist ein physischer oder digitaler Speicher der von einem Hoster angeboten wird. Während in den 1990er Jahren die Inhalte einer Webseite auf einem lokalen Server gehostet wurde, ist der Trend mittlerweile immer weiter in Richtung Cloud abgewandert.

Der größte Anbieter auf dem deutschen Markt ist der bayerische Anbieter All-Inkl mit einem Marktanteil von knapp 23% und gut einer viertel Million gehosteter Seiten. Auf den Plätzen zwei und drei folgen domainFACTORY mit 14% sowie Mittwald mit 13%. Während sich Anbieter wie netcup, First Colo und Alfahosting die Folgeplätze teilen, haben die übrigen Provider in der Summe einen Marktanteil von weniger als 27%.

Im gesamten Internet werden rund 1,2 Millionen Seiten über die oben erwähnten Anbieter gehostet. Aber auch der internationale Markt wie etwa die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich werden durch die deutschen Hosting-Anbieter bedient. Die Webseiten werden hier entweder lokal gehostet, über eine Cloud oder über einen sogenannten Shared Hoster mit anderen Webseiten verwaltet.

In den letzten Jahrzehnten ist eine Dauer-Diskussion über die Vor- und Nachteile verschiedener Hosting-Lösungen entstanden. Während es immer noch eine große Mehrheit an Vertretern von lokalem und physischem Hosting gibt, sprießen immer mehr Cloud-Services aus dem Boden, die potenziellen Kunden die Vorteile von Cloud-Hosting schmackhaft machen möchten. Zusammengefasst lassen sich sämtliche Argumente in ein Vor- und ein Nachteil zusammenfassen:

Lokales Hosting

Der Vorteil eines physischen lokalen Hostings liegt darin, dass die Daten greifbar auf einem Server bereit liegen. Für viele ist dieses haptische Gefühl, Zugriff auf die Daten zu haben, die hierbei entstehende Miete und Schutzmaßnahmen in Kauf zu nehmen. Als nachteilig erweist sich die Tatsache, dass ein Server-Raum Ressourcen verbraucht und zusätzliche Technik benötigt, bspw. um den Serverraum auf eine akzeptable Temperatur runter zu kühlen. Außerdem spielen auch datenschutzrechtliche Aspekte eine relevante Rolle. Insbesondere bzgl. den technischen und organisatorischen Maßnahmen sind bei der Datenspeicherung auf lokalen Servern eine Reihe von Schutzmaßnahmen zu beachten. Hierzu zählen beispielsweise das Einrichten eines Feuerlöschers im Serverraum, Zugangsbeschränkungen bspw. durch externe Protokolle und Schlüsselkarten.

Cloud Services bieten Kunden den Vorteil, auf diese Schutzmaßnahmen zu einem großen Teil verzichten zu können. Das Anmieten weiterer Räume oder Datenschutz-Zugriffskonzepte spielen hier eine untergeordnete Rolle, da der Kunde die Verantwortung ein Stück weit auf den Cloud-Provider abschiebt. Die Daten können in eine Cloud hochgeladen und per Schnittstelle bzw. Online-Zugang von der Cloud bei Bedarf heruntergeladen werden. Als nachteilig erweist sich hier das Thema Datenschutz, das hier noch einmal deutlich größere Rolle spielt als bei einer lokalen Lösung. Schließlich gibt man bei einer Cloud-Lösung die Daten aus der Hand und an einen Fremdanbieter. Die hierfür erforderlichen datenschutzrechtlichen Maßnahmen gilt es in jedem Fall zu treffen, insbesondere bzgl. dem Verzeichnis über Verarbeitungstätigkeiten. Eine Rückversicherung mit der Datenschutzbehörde oder zumindest dem Datenschutzbeauftragten ist hier unbedingt erforderlich.

Wie die Webseite gehostet wird hängt maßgeblich davon ab, auf welcher Basis die Homepage aufgebaut wird. Wie oben bereits erwähnt haben sich in den letzten Jahren hierzu eine Reihe von Lösungen etabliert, die jeweils ihre Vor- und Nachteile haben. Während eine PHP-Seite für viele Profi-Programmierer das Wunsch-Szenario darstellt, sind ungeübte Entwickler oder gar Laien mit dieser Lösung überfordert. Im Folgenden gehen wir vom Hard Coding bis zum Homepage-Baukasten auf die unterschiedlichen Möglichkeiten ein, wie eine Seite idealerweise aufgebaut werden kann und was jeweils die unterschiedlichen Vor- und Nachteile sind.

HTML, PHP & Co.

HTML ist eine Auszeichnungssprache auf Textbasis, die elektronische Dokumente wie Bilder, Links oder Texte strukturiert. Noch lange vor jedem Baukasten oder WordPress-Blog haben HTML-Seiten das Internet dominiert – was auch heute noch weitgehend zutreffend ist, wenn auch auf deutlich weiterentwickelter Basis. Denn CMS wie Joomla oder WordPress sind nichts anderes als HTML-Lösungen in denen ein Großteil des Codes bereits eingebaut ist. Darüber hinaus enthalten HTML-Dateien im Normalfall eine Reihe von Infos auf Meta-Basis.

Eine stetige Weiterentwicklugn von HTML wird von der World Wide Web Consortium (W3C) sicher gestellt. Die aktuellste Version von HTML ist HTML 5.2, das im Dezember 2017 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Eine HTML-Seite hilft dabei einem Text semantisch eine Struktur zu verschaffen, die Formatierung erfolgt über Gestaltungsvorlagen wie etwa CSS.

Es gibt bei HTML eine Reihe von Vor- und Nachteilen. Aus Entwickler-Perspektive stehen bei den Vorteilen bspw. schnelle Änderungen im Layout sowie schnelle Ladezeiten an erster Stelle. Eine Optimierung via Bootstrap mach die Darstellung auf Handy und Tablet möglich. Als nachteilig erweisen sich potenzielle Fehler in der Darstellung, da nicht jeder Browser alle Stylesheets versteht. Darüber hinaus ist die Einarbeitung insbesondere für Laien vergleichsweise kompliziert. Zwar lassen sich innerhalb weniger Stunden die einfachsten Tags erlernen, bei komplexen Projekten können jedoch auch Profis mal den Überblick verlieren.

PHP

PHP ist eine Skriptsprache, die eine an Perl und C angelehnte Syntax verwendet. Die Software wird hauptsächlich zum Erstellen von Webseiten verwendet. Die Software erschien erstmals im Jahr 1995 und wurde von Rasmus Lerdorf entwickelt. Aktuell wird Stand Juli 2019 die Version 7.3.7. bei den meisten Providern betrieben. Das Betriebssystem läuft plattformübergreifend und wurde von Java, C++, C sowie Perl beeinflusst. PHP ist eine freie Software die mittels PHP-Lizenz verbreitet wird. Der Vorteil von PHP liegt u.a. einer sehr breiten Datenbankunterstützung.

Stand 2013 war PHP auf 244 Millionen Webseiten zu finden, bis Anfang 2019 konnte dieser Trend noch mehr Fahrt aufnehmen, sodass PHP Stand 2019 auf rund 80% aller Webseiten als serverseitige Programmiersprache verwendet wird. Somit ist PHP die serverseitig am häufigsten verwendete Programmiersprache, die für die Entwicklung von Homepages verwendet wird. Hilfreich dabei ist natürlich, dass PHP bei den meisten Hosting-Anbietern bereits vorinstalliert ist.

Auch in Sachen PHP gibt es weitere unterschiedliche Vor- und Nachteile. Wie oben bereits erwähnt, erweist es sich für jeden Entwickler als vorteilhaft, dass PHP auf den meisten Servern bereits vorinstalliert ist sowie eine breitgefächerte Datenbankunterstützung ermöglicht. Hinzu kommt, dass PHP eine breite Internet-Protokolleinbindung hat sowie eine Verfügbarkeit über verschiedene Funktionsbibliotheken bietet.

Kritisiert wird oftmals, dass PHP-Module nicht threadsicher seien. Aus Laien-Sicht kann zusätzlich ergänzt werden, dass auch PHP das Erlernen der Entwickler-Sprache erfordert und nicht zwangsläufig von jedem gleichermaßen erlernt werden kann. Theoretisch kann sich jeder die Programmiersprache aneignen, denn auch hier zeigt sich, dass diejenigen die ihre Stärken in logischem Denken haben, auch beim Erlernen einer Programmiersprache einen großen Vorteil haben.

CSS

CSS (Cascading Style Sheets) ist eine Stylesheet-Sprache für elektronische Dokumente und bildet zusammen mit DOM und HTML eine der Kernsprachen des Internets. In der Praxis gehen HTML und CSS Hand in Hand: Wie oben bereits beschrieben ist die Anwendung von HTML ohne CSS quasi unmöglich, da HTML zwar die Syntax auszeichnet, nicht aber die Formatierung. CSS wird durch das World Wide Web Consortium stetig weiterentwickelt und ist heute aus den Programmiersprachen nicht wegzudenken.

CSS hat deshalb einen so hohen Stellenwert, weil damit Darstellungsvorgaben, wie beispielsweise in der Entwicklung einer Webseite, von den eigentlichen Textinhalten getrennt werden können. In separaten CSS-Dateien kann hierbei das Farbspektrum, die Schrifart sowie das Layout festgelegt werden. Während sich die Darstellung in den frühen 1990er Jahren als noch vergleichsweise trivial gestaltete, konnten sich in den letzten 20 Jahren immer mehr Darstellungsformen etablieren, die schließlich einfache Entwicklungen ablösten.

CSS hat den Vorteil, dass über den Code unterschiedliche Darstellungen vorgegeben werden können, beispielsweise mittels Sprache, Papier und Projekion. Das erweist sich hierbei als besonders nützlich, da Verweis-Adressen von Hyperlinks aufführbar sind und bspw. für mobile Endgeräte entsprechende Darstellungsformen ausgeben kann. CSS versteht sich als eigener Standard der von HTML deutlich getrennt wurde. Während Mitte der 1990er Jahre noch einzelne HTML-Tags in einem CSS-Stylesheet zu finden waren (bspw. „center“ oder „font“), gilt die Darstellung dieser Tags in einem CSS-Sheet mittlerweile als verpöhnt und unerwünscht.

Zusammengefasst lässt sich festsstellen, dass HTML, CSS und PHP aus der Webentwicklung nicht mehr wegzudenken sind. Zwar gibt es mittlerweile zahlreiche CMS-Lösungen und Baukästen die das Erlernen dieser Programmiersprachen scheinbar obsolet werden lassen. Andererseits darf man jedoch nicht vergessen, dass so gut wie alle dieser Lösungen auf HTML, CSS und PHP aufbauen.

Inwiefern diese drei Programmiersprachen im Alltag einen Vorteil darstellen, hängt ganz von der eigenen Programmier-Kompetenz sowie von der angestrebten Verwendung ab. Wer in allen drei Sprachen geübt ist, wird jederzeit eine auf dieser Basis entwickelte Sprache gegenüber einen Homepage-Baukasten bevorzugen. Der Grund? Änderungen im Programmier-Code können problemlos durchgeführt werden und ermöglichen eine schnelle Anpassung. Darüber hinaus ist die Anpassung auch flexibel und feingranular möglich – etwas das auf Grund des schematischen Aufbaus eines WordPress-Themes oder eines Baukastens nicht ohne weiteres möglich ist.

Für Laien erweist sich die Anwendung dieser Programmiersprachen wiederum als nachteilig, da für eine erfolgreiche Anwendung das Erlernen dieser Sprachen erforderlich ist. Um sich diese Kompetenzen anzueignen fehlt den meisten Anwendern schlichtweg die Zeit. Viele greifen hier stattdessen zu weniger flexiblen, dafür aber fertigen Anwendungen wie etwa einem WordPress Theme oder einem Homepage-Baukasten.

CMS – WordPress, Joomla, Typo3 und co.

Neben der selbst entwickelten Homepage ist die Entwicklung einer Seite auf Basis eines Content Management Systems wie WordPress oder Joomla die nächste logische Entwicklungsstufe. WordPress ist das am weitesten verbreitete CMS im Internet und hat seit der Markteinführung im Jahr 2003 eine explosionsartige Verbreitung hingelegt. Die Software basiert auf der Programmiersprache PHP und ist mittlerweile in über 20 Sprachen verfügbar. Auf Grund der Tatsache, dass WordPress als Open-Source-Projekt programmiert wurde, erfährt es durch eine weltweite Nutzer-Community einen umfangreichen Support und eine andauernde Weiterentwicklung.

In Deutschland gibt es derzeit 270.000 WordPress Live-Seiten. In den Top 1 Mio. Webseiten hat WordPress eine Verbreitung von 33%, in den Top 100.000 Seiten einen Verbreitungsgrad von 35,74%. In den Top 10.000 Webseiten genießt WordPress einen Marktanteil von 37,35%. Das zeigt vor allem deutlich, dass WordPress nicht nur für Anfänger sondern auch unter Fortgeschrittenen einen hohen Status genießt. Den höchsten Verbreitungsgrad erfahren die Seiten in den USA mit knapp 8 Mio. Installationen gefolgt vom Vereinigten Königreich mit rund 360.000 Webseiten.

WordPress lässt sich relativ unkompliziert mittels FTP auf einem Server installieren. Die Installationsdatei kann unter wordpress.org heruntergeladen und mittels FTP-Programmen wie etwa Filezilla oder Cyberduck auf den Server des Hosters hochgeladen werden.

Nach der Installation kann der Anwender einen Seitentitel sowie einen Namen für die Seite festlegen. Hierbei loggt man sich in ein Backend ein und kann dort Seiten und Beiträge anlegen. In den ersten Jahren wurde WordPress hauptsächlich als Blogging- und News-CMS verwendet, weshalb auch die aktuellen Versionen von WordPress noch einen erheblichen Schwerpunkt auf die Beitrags-Funktionalität legen.

Den persönlichen Anstrich erhält die WordPress-Seite durch das passende Theme. Hier haben Anwender die Auswahl aus mehreren hunderttausend unterschiedlichen WordPress-Themes, alle mit jeweils unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten. Die Suchfunktion im Template-Bereich erlaubt die Eingrenzung der Templates auf das Thema (z.B. Business oder Mode) sowie auf bestimmte farbliche und Design-technische Aspekte. Natürlich können noch weitere Änderungen im CSS bzw. im HTML-Code vorgenommen werden, gewisse Aspekte sind jedoch festgelegt und können nur durch tiefgreifende Änderungen im Code angepasst werden.

Bei der Suche nach passenden Themes haben Anwender die Wahl zwischen vorgefertigten Themes, die quasi als Freeware funktionieren. Andere wiederum gibt es in der Basis-Version, für eine umfangreichere Funktion ist jedoch das Hinzubuchen von weiteren Features erforderlich. Eine Gemeinsamkeit haben mittlerweile so ziemlich alle Features: Responsiveness. Heutzutage ist es quasi undenkbar, dass ein WordPress-Theme nicht für mobile Endgeräte optimiert ist.

Statistiken zu CMS

Die weltweiten und die auf Deutschland bezogenen Statistiken zeigen deutlich wie sehr Content Management Systeme an Relevanz gewonnen haben. Während von einer Verbreitung in den 1990er Jahren kaum die Rede war, spielen Content Management Systeme eine immer größere Rolle. Gründe hierfür sind zum einen die einfache Bedienbarkeit und die Tatsache, dass kein Expertenwissen erforderlich ist.

Statistisch gesehen ist WordPress das weltweit mit Abstand beliebteste Content Management System mit einem Marktanteil von 47%. An zweiter Stelle folgt Drupal mit 3% Marktanteil, WP Engine, Joomla, Squarespace und TYPO3 mit Marktanteilen im einstelligen Bereich. Die Statistik zeigt überdeutlich wie uneinholbar WordPress seinen Konkurrenten voraus ist.

In Deutschland fällt die Statistik etwas anders aus. Hierzulande hat WordPress mit rund 300.000 aktiven Seiten und einem Marktanteil von 17,2% zwar die Nase vor allen anderen Anbietern, gewinnt aber starke Konkurrenz von Joomla mit 11% Marktanteil sowie TYPO3 mit einem Marktanteil mit 10,21%. Daneben teilen sich einige kleinere Anbieter wie etwa Contao einen Marktanteil von 4%.

Vor- und Nachteile

WordPress bietet eine Vielzahl von Vor- und Nachteilen. Der offensichtlichste Vorteil und der Grund für weite Verbreitung ist die einfache Anwendbarkeit. Das Produkt kann mühelos angepasst und bearbeitet werden. Dazu ist der Download kostenlos und die Support-Community quasi unendlich. Als vorteilhaft erweist sich zudem, dass WordPress sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet ist. Anfänger können innerhalb von wenigen Minuten eine voll funktionsfähige Seite aufsetzen, die die wichtigsten Anforderungen erfüllt – Experten können sich viel Programmier-Aufwand ersparen, haben aber durch die Eingriffsmöglichkeit in PHP und CSS immer noch die Möglichkeit individuelle Änderungen vorzunehmen.

Warum verwendet also nicht jeder WordPress? Die Nachteile sollten keinesfalls unter den Teppich gekehrt werden. Dadurch dass WordPress eine derart breite Community hat, ergeben sich zwar Vorteile in Bezug auf Support, dafür aber auch Nachteile zum Thema Sicherheit. Dieses Sicherheitsproblem ist vergleichbar mit Windows und MacOS: Dadurch dass Windows ein deutlich höheren Verbreitungsgrad hat als MacOS, gibt es für das Windows-Betriebssystem deutlich mehr Viren als für die Apple-basierten Betriebssysteme. Somit ist WordPress deutlich leichter zu hacken als etwa andere CMS oder eine gut entwickelte PHP oder HTML-Webseite.

Weitere Nachteile ergeben sich beispielsweise bzgl. der Themes und möglicher Plugins. Während die Basis-Versionen der meisten Themes kostenlos verfgübar sind, führen aufwändige Plugins oft zu einmaligen oder monatlichen Gebühren. Dasselbe trifft bspw. auch auf Premium-Themes zu. Durchweg kostenlose Themes haben oft nicht den unverwechselbaren Charakter den selbst entwickelte Themes oder Eigenproduktionen haben. Darüber hinaus benötigt WordPress regelmäßige Updates um das System möglichst vor Viren geschützt zu halten. Letztendlich erfordert WordPress für einmalige Updates und einen unverwechselbaren Look den einen oder anderen Eingriff in den Programm-Code.

Zusammenfassend lässt sich festhalten dass WordPress zwar eine Menge Vorteile bietet wie eine einfache Installation sowie eine vergleichsweise unkomplizierte Bedienung, die es auch Anfängern ermöglicht anspruchsvolle Webseiten zu erstellen. Andererseits gibt es bei WordPress auch die eine oder andere Hürde bzgl. der Sicherheit, der Kompatibilität der Plugins nach einem entsprechenden Update sowie die Flexibilität eines WordPress-Themes ohne tiefgehende Programmierkenntnisse. Dennoch empfiehlt sich WordPress für diejenigen, die ohne erheblichen Aufwand eine passende Webseite erstellen und damit beeindrucken möchten.

Joomla

Joomla ist das zweitbeliebteste Content Management System (CMS) in Deutschland und wurde im Jahr 2005 als direktes Open-Source-Konkurrenz-Produkt zu WordPress entwickelt. Joomla steht unter der General Public Licence und basiert auf der Software PHP. Die Software ist umfassend Datenbank-kompatibel und wird heutzutage hauptsächlich für die Erstellung von News-Seiten, Blogs und Business-Pages verwendet. Gemeinsam mit WordPress, Drupal und TYPO3 zählt Joomla zu den am weitesten verbreiteten CMS. Während die erste Version von Joomla lediglich in englischer Sprache verfügbar war, ist Joomla mittlerweile in mehr als 20 Sprachen verfügbar. Wie WordPress profitiert Joomla von einer sehr aktiven Community, welche die Software konsequent weiterentwickeln.

Der Name Joomla leitet sich von dem Swahili-Wort „Jumla“ ab und bedeutet so viel wie „als Ganzes“ oder „alles zusammen“. Die Entwickler wollten hiermit die Vielfalt des Programms betonen und die Tatsache in den Vordergrund rücken, dass eben keine Einzelbestandteile wie Programmier-Code, CSS und andere Elemente benötigt werden um eine beeindruckende Seite zu entwickeln.

Heute gibt es 1,7 Mio. Live-Seiten auf Basis von Joomla. Davon werden rund 200.000 Seiten in Deutschland betrieben, auf dem US-amerikanische Markt sind rund 500.000 Seiten zu finden. Damit ist die Software nicht ganz so beliebt wie WordPress, kann sich aber gerade in Deutschland einen guten zweiten Platz sichern. Auch weltweit ist Joomla das zweitbeliebteste CMS und insgesamt in allen Open Source Programmen auf dem vierten Platz. Während WordPress in zahlreichen Ländern die beliebteste CMS-Lösung darstellt, ist dies nicht in allen Ländern der Fall. Beispielsweise ist Joomla in der Schweiz, Weißrussland, Österreich, Kazakhstan und Andorra das beliebteste Content Management System noch vor WordPress.

Der Aufbau von Joomla lässt sich weitgehend mit WordPress vergleichen. Die Software kann von der Webseite von Joomla in der gewünschten Sprache heruntergeladen werden und enthält die jeweils aktuelle Version. Der Inhalt kann anschließend per FTP auf den Server hochgeladen werden. Wie bei WordPress auch können Inhalte beispielsweise in Form von Seiten oder Beiträgen angelegt werden. Joomla erlaubt die zusätzliche Installation von Themes und Plugins über die jeweiligen Funktionen. Texte, Bilder und Videos können hochgeladen und per Vorschau-Funktion in der jeweils endgültigen Fassung angesehen werden. Kostenlose Plugins ermöglichen das Betrachten von Inhalten im sogenannten Entwickler-Modus, ohne dass die Inhalte vorab von einem zufälligen Seitenbesucher betrachtet werden können.

So wie WordPress hat auch Joomla eine Reihe von Vor- und Nachteilen. Die Vorteile aus WordPress sind weitestgehend auch bei Joomla zu finden. In erster Linie erfordert Joomla relativ wenig Erfahrung was Coding angeht. Gerade im Vergleich zu Drupal oder TYPO3 ist Joomla geradezu trivial. Darüber hinaus ist das Profil von Joomla breit gefächert: Joomla-Webseiten können sowohl das Traffic-Aufkommen von einfachen Webseiten bewältigen, aber auch die Anforderungen einer High-Performance-Seite gut meistern. Das Framework kommt hier nur selten an seine Grenzen und bewährt sich hier insbesondere im Vergleich zu den Homepage-Baukästen.

Als Vorteilhaft erweist sich darüber hinaus, dass die Plugins bzw. Extensions bei Joomla nach Funktion kategorisiert sind. Zwar besitzt WordPress mit Abstand die meisten Plugins die zusätzlich zu einer Webseite installiert werden können, dafür kann Joomla damit punkten, dass eine Kategorisierung nach Funktion erfolgt, beispielsweise ist ein Extension nicht immer ein Plugin sondern kann auch ein Sprachpaket oder ein Template sein. Gerade im Vergleich zu WordPress ist hier eine deutlich größere Übersichtlichkeit gewährleistet.

Zu den Nachteilen zählt der deutlich höhere Grad an Komplexität im Vergleich zu WordPress. Zwar hat Joomla mehr Funktionen, dafür ist die Bearbeitung dieser Funktionen oft deutlich komplizierter und deutlich unübersichtlicher. Zwar gibt es bzgl. der Kategorisierung von Extensions in Joomla einen einfachen Überblick, dennoch ist die Anzahl im Vergleich zu WordPress deutlich geringer. Während WordPress mehr als 100.000 Extensions bzw. Plugins anbietet, liegt die Zahl bei Joomla noch immer im vierstelligen Bereich. Dies ist insbesondere auf die vergleichsweise geringe Verbreitung von Joomla im Vergleich zu WordPress zurückzuführen.

So wie WordPress erfordert auch Joomla regelmäßige Updates. Und auch hier kommt es zu Kompatibilitätsproblemen zwischen den Extensions und den Updates. Gerade Anfänger kommen an ihre Grenzen wenn bspw. auf Grund eines Updates eine Extension aufhört zu funktioniert. Wenn es sich hierbei um eine grundlegende Extension handelt (wie bspw. die Mehrsprachigkeit einer Seite), kann die Joomla-Seite nach einem Update quasi funktionsunfähig sein.

In Sachen Sicherheit ist Joomla vergleichbar mit WordPress. Wegen der offenen Community und einer großen Verbreitung gibt es derart viele Attacken und Anfälligkeiten auf dieses CMS, dass sich die Nutzung nur für diejenigen lohnt, die regelmäßig dazu in der Lage sind ihr CMS ein Update zu verpassen und diese Updates auch entsprechend anpassen können, damit es bzgl. der Plugins und Extensions nicht zu Kompatibilitätsproblemen kommt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Joomla gegenüber WordPress einige entscheidende Vorteile bietet. Am Ende kommt es jedoch auf die Präferenz des einzelnen Anwenders an.

TYPO 3

Typo 3 versteht sich als freies Content Management System (CMS), das plattformunabhängig betrieben wird und auf Basis von PHP und JavaScript läuft. Das CMS wurde im Jahr 1998 von Kasper Skårhøj entwickelt und am 16.05.2019 das letzte Mal geupdated. Das CMS ist in mehreren Sprachen verfügbar, für die Installation können als Datenbank wahlweise MariaDB, MySQL oder Oracle eingesetzt werden.

So wie Joomla oder WordPress sind keine erweiterten Programmierkenntnisse erforderlich um Typo 3 zu betreiben. Darüber hinaus verfügt die Software über 5000 Erweiterungen, die größtenteils von Fremdanbietern stammen und im Backend des CMS installiert werden können. Während Typo3 über weite Teile des 21. Jahrhunderts bisher ein Schattendasein gefristet hat, konnte die Plattform ab dem Jahr 2012 enorm an Popularität gewinnen und verzeichnet in den 1 Mio. besucherstärksten Webseiten einen Spitzenplatz gemeinsam mit Drupal und WordPress mit knapp 6.000 Installationen auf Basis von Typo3.

Wie jedes andere CMS hat auch Typo 3 eine Vielfalt an Vor- und Nachteilen. Einige dieser Vorteile sind relativ einzigartig und betreffen Typo 3 selbst, während sich viele andere Aspekte auf Content Management Systeme im Allgemeinen beziehen. Zu den Vorteilen gehört ohne Zweifel der modulare Aufbau. Seiten, Beiträge sowie Themes können einzeln installiert und de-installiert werden. Extensions (Plugins) bieten die Möglichkeit die Webseite sinnvoll zu erweitern und sind einfach zu installieren. Der Support von Typo3 ist sehr umfangreich, alleine schon wegen der gigantischen weltweiten Nutzer-Community. Jeder Fehler der beim Aufbau einer Webseite auftreten kann, ist jemand anderem schon passiert, dadurch lassen sich Probleme schnell finden und lösen. Abschließend bietet Typo3 auch den Vorteil auf bestehende Versionen zurückzugreifen und somit Änderungen rückwirkend aufzuheben. Gerade bei Installationen auf die mehrere Nutzer Zugriff haben, erweist sich diese Funktion als vorteilhaft.

Zu den Nachteilen gehört der relativ komplexe Installationsvorgang. Auch das Set-Up ist im Vergleich zu WordPress oder Joomla nicht unbedingt für Anfänger geeignet. Die Navigation im Backend erfordert mehr als nur Anfänger-Kenntnisse und ist lediglich Fortgeschrittenen zu empfehlen. Darüber hinaus erfordert der modulare Aufbau von Typo3 eine hohe Server-Kapazität. Während diese Einschränkung bei wenigen tausend Besuchern pro Monat kaum sichtbar sein dürfte, ist dieses Problem bei hohem Traffic-Aufkommen schwer zu ignorieren. Insgesamt gestaltet sich Typo3 nicht nur als relativ schwierig sondern bietet gerade Anfängern nicht die aus WordPress gewohnte Flexibilität. Daher raten auch immer mehr Experten wie etwa Systemadministratoren oder Programmierer von der Verwendung von Typo 3 ab.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass WordPress, Joomla und Typo3 unterschiedliche Vor- und Nachteile für den Anwender bieten. Alle CMS sind weltweit sehr beliebt, wobei WordPress hier ohne Zweifel die Nase vorne hat. Anfänger sollten auf WordPress zurückgreifen und die Installation vom Hoster durchführen lassen. Dies ist bspw. im Paket von 1und1 kostenlos. Wer sich mehr zutraut und auf gewisse Vorteile von Typo3 oder Joomla setzt, wird sicherlich auch mit diesen Anbietern eine passende Lösung finden. Insgesamt eignen sich aber CMS hauptsächlich für Anwender mit Grundkenntnissen. Diejenigen, die eine Webseite quasi von null aufbauen möchten und keinerlei Erfahrung haben, sollten sich daher lieber für einen Homepage-Baukasten entscheiden.

Wix.com, Jimdo und co. – Homepage erstellen mit dem Homepage-Baukasten

Wie bereits erwähnt führen verschiedene Wege zur perfekten Homepage. Programmierer verwenden HTML und PHP als Grundlage während Laien eher auf WordPress oder Joomla zurückgreifen. Der zweifellos schnellste Weg zu einer brauchbaren Webseite führt über den klassischen Homepage-Baukasten wie ihn Jimdo oder Wix.com seit über 10 Jahren anbieten.

Der Homepage-Baukasten ist sozusagen die Schnell-Lösung für diejenigen, die innerhalb von möglichst kurzer Zeit ein möglichst gutes Ergebnis haben möchten. Vieles spricht dafür, einiges spricht dagegen. Grundsätzlich kann man sagen, dass es hauptsächlich auf den Verwendungszweck ankommt: Eine hochkomplexe E-Commerce-Seite mit einem erwarteten Traffic-Aufkommen von mehr als 250.000 Besuchern pro Tag sollte eher nicht über einen Homepage-Baukasten erstellt werden. Wenn es sich um eine Webseite zu einem Hobby-Projekt oder einer Person handelt, kann der Homepage-Baukasten die optimale Lösung sein – insbesondere wenn die für die Entwicklung zuständigen Personen keine vertieften Programmier-Kenntnisse mitbringen.

Statistiken

Der Markt für Homepage-Baukästen hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Während in den 1990er Jahren die oben bereits erwähnten Anbieter wie Geocities oder Beepworld einen relativ kleinen Markt bedienten, sind es mittlerweile mehr als ein Dutzend Unternehmen die entweder Online-Lösungen oder Offline-Baukästen für Ihre Kunden anbieten. Die Bandbreite reicht hier von einer kostenlosen Lösung via Jimdo bis hin zu relativ teuren Einmal-Gebühren für Exoten wie Website X5. Ein Blick auf die Statistiken zeigt jedoch deutlich, dass der Trend in Richtung Online-Lösung geht.

Mit einem weltweiten Marktanteil von 42% führt Squarespace die Statistiken in diesem Bereich an. An zweiter Position folgt der Anbieter Wix.com mit einem Marktanteil von 22%. Zu den übrigen Anbietern, die sich die hinteren Plätze teilen zählt Weebly mit 11%, Artisteer mit 4%, Tilda mit 4% sowie Jimdo mit 3%. Erfolgreichster deutscher Anbieter in diesem Ranking ist demnach die Firma Jimdo aus Hamburg.

In Deutschland sieht die Verteilung der Marktteilnehmer etwas anders aus. Hier hat Jimdo vor dem 1und1 Website Baukasten die Nase vorn. Die Hamburger sichern sich einen Marktanteil von 38%, gefolgt von 1und1 mit 26% und Website X5 mit 7%. Auf dem vierten Platz folgt Strato mit 7%, gefolgt vom CM4All Website Creator mit 6% und Artisteer mit 5%. Alle anderen Anbieter, wie etwa Weebly, DomainFactory oder Squarespace landen auf den hinteren Plätzen und teilen sich den übrigen Marktanteil von 9%.

In den Top 1 Mio. der besucherstärksten Webseiten befinden sich 66.179 Installationen auf Basis eines Homepage-Baukastens. Hinzu kommen 5.000 Webseiten in den Top 100.000 sowie 734 Webseiten in den Top 10.000 Traffic-stärksten Webseiten. Somit haben deutsche Seiten einen Anteil von knapp einer halben Millionen Webseiten die auf Basis eines Homepage-Baukastens laufen. Das ist ungefähr 20% aller US-Seiten aber immerhin mehr als doppelt so viele Seiten wie aus dem Vereinigten Königreich.

Wie oben bereits erwähnt ist Jimdo der Marktführer auf dem deutschen Markt. Im gesamten Internet laufen derzeit knapp 450.000 Live-Seiten auf Basis von Jimdo. In den Top 1 Mio. Webseiten sind es immerhin gut 800 Webseiten. Jimdo verzeichnet hier seit rund acht Jahren eine steile Entwicklung von 100 Seiten im Jahr 2012 auf bis zu 820 Seiten im Jahr 2018. Eine vergleichbare Entwicklung können die Hamburger in den Top 100.00 der besucherstärksten Webseiten vorweisen. Während es im Jahr 2013 nur zwei Seiten in dieses Ranking geschafft haben, verzeichnet Jimdo immerhin 7 Installationen in den Top 100.000 Traffic-stärksten Seiten.

Abschließend lohnt sich auch ein Blick auf die Top 10.000 besucherstärksten Seiten. Hier ist Jimdo seit 2013 mit mindestens einer Seite vertreten, im Jahr 2016 waren es vorübergehend sogar sechs Seiten die mit Jimdo-Installationen in den Top 10.000 vertreten waren. Grundsätzlich handelt es sich jedoch um relativ wenige Seiten, denn schließlich erfordern die Top 10.000 Seiten eine gute Infrastruktur, die ein Homepage-Baukasten nicht immer liefern kann. Diese Statistiken zeigen also vor allem, dass Homepage-Baukästen hauptsächlich im Privat-Bereich und in KMU angewendet werden. I.d.R finden diese Anwender die passenden Bedingungen und die entsprechende Bandbreite vor. Vor allem müssen sie nicht zusätzliche Programmier-Kenntnisse mitbringen.

Anbieter von Homepage-Baukästen

Anbieter wie Beepworld oder Geocities werden mittlerweile als Relikte aus einer anderen Zeit gesehen. Zwar gibt es offiziell noch beepworld.com als Anbieter, mittlerweile hat das einstige Erfolgsunternehmen den Anschluss an die Marktriesen Jimdo und Wix.com verloren. Im Folgenden stellen wir die drei größten und erfolgreichsten Anbieter auf dem deutschen und internatonalen Markt vor.

Squarespace

Squarespace wurde Mitte der 2000er Jahre in den USA gegründet und hält mittlerweile knapp die Hälfte der Marktanteile was Homepage-Baukästen angeht und ist somit Marktführer. Weltweit werden 44% aller Homepage-Baukästen auf Basis von Squarespace betrieben. Das Erfolgsgeheimnis ist laut Anbieter der extreme Fokus auf die Optik der Templates. Dies führte mittelfristig dazu, dass die Templates im Vergleich zu anderen Anbietern weniger nach Einheitsbrei aussahen sondern eine größere gestalterische Tiefe boten. Squarespace ist mittlerweile in über 30 Ländern verfügbar und hat auch im deutschsprachigen Raum einen immer stärker werdenden Marktanteil. Dennoch tritt der Anbieter im Vergleich zu 1und1 IONOS, Strato und Jimdo in Deutschland quasi auf der Stelle, gerade auch weil die deutschsprachige Version von Squarespace vergleichsweise hölzern geraten ist und es deutlich sichtbar bleibt, dass Squarespace noch auf den US-amerikanischen Markt zugeschnitten ist.

Squarespace gliedert sein Produktportfolio in „Websites“ und „Onlineshops“. Beide Kategorien teilt Squarespace wiederum in die Tarife „Standard“ und „Business“ auf. Im Standard-Tarif erhalten Kunden für das Produkt Webseite beispielsweise unlimitierte Bandbreite und unbegrenzten Speicher. Hinzu kommt eine Webseite, die für Endgeräte optimiert ist, sowie Website-Statistiken und eine eigene kostenlose Domain. Das SSL-Zertifikat ebenso wie der Kundensupport ist in dem Produkt enthalten. Im Business-Tarif erhalten Kunden zusätzliche Benefits wie etwa $ 100 Ads-Guthaben oder die Möglichkeit unbegrenzt Produktverkäufe über die Plattform abzuwickeln und Spenden einzunehmen.

Die Produktwelt von Squarespace ist durchaus einen Blick wert. Dennoch wird auf den zweiten Blick sichtbar, dass Squarespace sich den deutschen Markt-Bedingungen noch nicht derart lückenlos angepasst hat wie etwa Jimdo. Dennoch ist das Preis-Leistungs-Verhältnis beachtlich und der starke Fokus auf das Design hilft dabei der Webseite einen einmaligen Touch zu verleihen. Die Preise belaufen sich von 11 EUR im Monat auf bis zu 42 EUR im Monat, abhängig von der Laufzeit und dem gewählten Produkt.

Wix.com

Der israelische Anbieter behauptet seit Jahren seine Markstellung als einer der größten Anbieter von Homepage-Baukästen. Im internationalen Vergleich belegt Wix.com den zweiten Platz hinter Squarespace und konnte sich gerade im deutschsprachigen Raum in den letzten drei Jahren einen sehr hohen Marktanteil sichern. Obwohl Wix.com ein sehr attraktives Portfolio hat, gibt es doch einige Schwächen, insbesondere im Vergleich zu Jimdo.com

Die Produkte von Wix.com sind in fünf verschiedene Kategorien aufgeteilt und kosten – je nach Leistungsspektrum – zwischen 4,50 EUR und 24,50 EUR im Monat. Die Laufzeit spielt hierbei eine wichtige Rolle, denn eine monatliche Kündungsmöglichkeit gibt es bei Wix.com nicht. Zwar kann das Produkt getestet werden, dennoch bindet sich der Anwender ab einem gewissen Zeitraum an den Anbieter.

Das günstigste Produkt ist Connect Domain, das Wix.com als die „Grundlage“ bezeichnet. In diesem Produkt wird Werbung von Wix.com angezeigt. Für den monatlichen Preis erhalten Kunden 1 GB Bandbreite sowie 500 MB Speicherplatz. Der Tarif erlaubt es dem Anwender eine eigene Domain zu verbinden und bietet zudem Premium-Support. Die Tarife im mittleren Leistungsspektrum wie etwa Combo, Unlimited und eCommerce bieten dem Kunden darüber hinaus 2 GB Bandbreite, 3 GB Speicherplatz und – je nach Tarif – unbegrenzte Bandbreite. In allen Tarifen ab „Combo“ ist das Entfernen der Werbung ohne weiteres möglich. Der Tarif „VIP“ ist der teuerste von allen und erlaubt sind bis zu 20 GB Speicherplatz.

Wix.com lässt sich mit Einschränkungen empfehlen. Die Templates sind ansprechend und das Leistungsportfolio ist deutlich größer als bei so manch anderem kleineren Anbieter. Als nachteilig für den Kunden wirkt sich die mangelnde Flexibilität im Vertrag aus sowie die Tatsache, dass selbst im teuersten Tarif kein unbegrenzter Speicherplatz zur Verfügung steht.

Jimdo

Jimdo ist der Marktführer in Deutschland was das Erstellen von Webseiten betrifft und bietet in seinem Leistungsspektrum zwei Tarife an: Jimdo Dolphin (für E-Commerce-Lösungen) und Jimdo Creator (für einfache Webseiten). Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Hamburg und belegt im internationalen Vergleich den dritten Platz hinter Squarespace und Wix.com. Gerade im europäischen Raum ist der Anbieter einer der populärsten Lösungen für Homepage-Baukästen.

Jimdo bietet seinen Kunden im Tarif Creator insgesamt fünf verschiedene Tarife an, einen davon sogar kostenlos. Hierbei handelt es sich um den Tarif „free“ für 0,00 EUR – im Gegenzug müssen sich Anwender mit Werbeanzeigen zufrieden geben. Je nach gewünschtem Leistungsumfang erhalten Anwender zusätzlich den Tarif Business, Pro und Shop für bis zu 20,00 EUR im Monat. Der teuerste Tarif nennt sich Platin und wird von Jimdo als das „Rundum-Sorglos-Paket“ bezeichnet.

Der Vorteil von Jimdo gegenüber bspw. Wix.com oder Squarespace ist die umfangreiche Bandbreite, die hier nicht begrenzt ist. Darüber hinaus profitieren Anwender von einer ausgereiften deutschen Sprachversion sowie einem zuverlässigen deutschsprachigen Kundensupport. Was die Design-technischen Aspekte angeht kann Jimdo mit Squarespace kaum mithalten. Zwar verfügt der Anbieter über ein breites Portfolio an Templates und eine kostenlose Bilder-Datenbank, es ist jedoch deutlich sichtbar, dass Jimdo keinen derart starken Fokus auf Design-technische Aspekte legt wie es beispielsweise Jimdo macht.

Funktionsweise und Features von Homepage-Baukästen

Homepage-Baukästen sind für eine begrenzte Zielgruppe entwickelt worden: Laien die ein begrenztes Wissen in Sachen HTML und PHP haben aber auch diejenigen, die innerhalb kürzester Zeit eine Webseite erstellen möchten. Wie bereits einige Male angemerkt, hat ein Homepage-Baukasten gewisse technische und gestalterische Limitierungen. Am Beispiel von Jimdo gehen wir auf die typischen Eigenschaften und Funktionsweisen eines Homepage-Baukastens ein. Jimdo ist hierbei repräsentativ für einen Großteil der Branche. Mehr als 90% der dargestellten Funktionen lassen sich auch bei der Konkurrenz von Squarespace oder 1und1 IONOS finden.

Das Fundament einer jeden Seite ist die Domain. Die Domain kann bei Jimdo oder anderen Anbietern entweder registriert oder als bestehende Domain zum Anbieter per Domain-Transfer gezogen werden. Jimdo und einige andere Anbieter geben dem Anwender die Möglichkeit eine kostenlose Webseite ohne Domain zu registrieren. In diesem Fall funktioniert die Webseite auf Basis einer Subdomain, wie beispielsweise beispiel.jimdo.com. Außerdem muss der Anwender ein gewisses Ausmaß an Werbung über sich ergehen lassen, die er erst bei höherpreisigen Produkten deaktivieren kann.

Bei allen anderen Tarifen kann die Domain in das Produkt integriert werden, sodass die eigene Domain, in unserem Fall beispiel.de, verwendet werden kann. Als nächster Schritt muss beim jeweiligen Anbieter ein Nutzerkonto angelegt werden. Dort werden die Adress- und Zahlungsdaten sowie die Zahlungsweise hinterlegt.

Im nächsten Schritt wählt der Anwender sein Template aus. Je nach Branche haben Anwender bei Jimdo die Wahl zwischen unterschiedlichen Stil-Richtungen, angefangen bei Business-Templates, beispielsweise für eine Marketing-Agentur, bis hin zu Restaurants, Mode-Blogs oder E-Commerce. Gerade Jimdo, Wix.com und Squarespace bieteN eine reiche Vielfalt an Templates, wobei Squarespace in Sachen Design für viele Anwender die Nase vorn hat.

Ein wichtiger technischer Aspekt im Betrieb einer Webseite ist die Bandbreite sowie der Speicherplatz. Bei den kostenlosen Angeboten, etwa bei Jimdo oder Wix.com, ist die Bandbreite und der Speicherplatz stark begrenzt. Im Jimdo Free Angebot erhalten Kunden beispielsweise maximal 500 MB an Platz – nach 80 hochauflösenden Bildern wäre dieser Platz jedoch bereits aufgebraucht und der Anwender muss zum nächsthöheren Tarif wechseln. Die Bandbreite sorgt dafür, dass die Webseite einer hohen Auslastung standhält. Wer seine Webseite bspw. für ein Hobbyprojekt betreibt und keine hohen Benutzerströme einkalkuliert, wird mit wenigen Gigabytes gut auskommen. Komplexe E-Commerce-Projekte oder gar Plattformen auf denen sich Internet-User austauschen erfordern jedoch ein Vielfaches davon.

Statistiken geben dem Anwender einen guten Überblick über die Besucherzahlen und die Aktionen auf der Webseite. Die Vielfalt der Statistiken hängt bei vielen Anbietern vom gewählten Tarif ab: Je höher der Tarif desto detailreicher fallen die Statistiken aus. Einige Anbieter erlauben es dem Anwender einen Google Analytics Code in die Webseite zu integrieren. Somit können die Nutzerdaten über Google Analytics bezogen werden. In der Regel reichen die Statistiken der gängigen Anbieter aus um sich einen guten Überblick über die Besucherströme zu verschaffen. Komplexe Ecommerce-Lösungen, die etwa einen Splittest oder die Auswertung von Heat Maps erfordern, eignen sich hingegen weniger.

Jedes Produkt eines Homepage-Baukastens bietet zudem mindestens ein E-Mail-Postfach. Bei Anbietern wie Jimdo muss dieses Feature hinzu gebucht werden, während 1und1 IONOS diesen Leistungspunkt bereits enthält.

Die meisten Homepage-Baukästen sind in ihre Funktionsart in Homepage und Webshop aufgeteilt: Eine Homepage informiert über eine Person oder über eine Entität, während auf einem Online-Shop Waren verkauft werden können. Jimdo bietet in seinem kostenlosen Paket den Verkauf von 5 Produkten, während dem Anwender möglich ist, im Professional-Tarif 15 Produkte einzustellen. Ab Tarif Business bis hin zum teuersten Tarif „Platin“ hat der Anwender unbegrenztes Potenzial und kann so viele Produkte einstellen die er möchte.

Zu den weiteren Features die für einen Homepage-Baukasten unverzichtbar sind, zählen eine Gutschein-Funktion die bei Jimdo ab dem Tarif Business integriert werden kann. In den günstigeren Tarifen sind außerdem die Zahlungsmöglichkeiten begrenzt, während in den Tarifen Shop und Platin unbegrenzte Zahlungsoptionen in den Shop integriert werden können.

Es bleibt also festzuhalten, dass dem Anwender bei der gestalterischen Vielfalt keine Grenzen gesetzt sind. Die einzigen Einschränkungen liegen in den vorgefertigten Templates sowie den vorgegebenen Schriftarten und Einschränkungen die Tarif-abhängig sind. Hierzu gehören beispielsweise der Umfang der Bandbreite, die Integrationsmöglichkeit für Google Analytics und für weitere Extensions wie etwa die Search Console wie Google.

Die Preisstruktur der meisten Pakete ist drei- oder fünfgliedrig. Während die meisten Anbieter, besonders aus Deutschland, drei verschiedene Tarife anbieten, bauen die Produktgruppen bei anderen Dienstleister auf drei unterschiedlichen Preisstufen auf. Squarespace sticht hier etwas heraus mit nur zwei Tarifen in jeweils zwei Produktgruppen. Andere Anbieter wie etwa Website X5 bieten das Produkt lediglich gegen Zahlung eines Gesamtpreises an – dieser fällt natürlich deutlich höher aus als die monatlichen Zahlungen im eines Online-Baukastens.

Ähnlich verhält es sich bei der Vertragsstruktur: Je günstiger das Produkt ist, desto länger fällt die Kündigungsfrist aus. Einige Anbieter wie etwa Wix.com oder 1und1 IONOS muten ihren Kunden mit Laufzeiten von 12 bis 24 Monaten einiges zu. Zwar sind die Einstiegspreise insbesondere bei 1und1 IONOS mit 1,00 EUR sehr gering – die Einnahmen werden jedoch durch eine lange Laufzeit und dem Anstieg der Gebühren in der zweiten Hälfte der Vertragslaufzeit gesichert. Neben den Kündigungsfristen unterscheiden sich die Anbieter auch im Bezug auf die Einrichtungsgebühr. Während die meisten Dienstleister auf das Erheben dieser Gebühr verzichten, gibt es noch einige Unternehmen, wie etwa 1und1 IONOS, die ihren Kunden die Einrichtungsgebühr in Rechnung stellen. Aber auch hier gibt es Unterschiede: Je höher die monatliche Gebühr ausfällt, desto seltener ist eine Einrichtungsgebühr anzutreffen bzw. desto niedriger fällt die Einrichtungsgebühr aus. Als Zahlungsweisen werden in der Regel die gängigen Optionen akzeptiert, hierzu zählen Bankeinzug, PayPal und Kreditkarte.

Neben den Online-Baukästen wie etwa STRATO, Wix.com oder 1und1 IONOS gibt es noch einige Offline-Baukästen wie etwa Artisteer oder Website X5, die ihren Kunden die Dienstleistung bzw. ihr Produkt im Gegenzug zu einer vollständigen Zahlung ermöglichen. Dabei ist zu beachten, dass es sich – vergleichbar mit Microsoft Front Page – hauptsächlich um Offline-Lösungen handelt. Hierbei können die Inhalte zwar später über einen FTP-Zugang hochgeladen werden, eine Domain oder das Hosting sind etwa bei Website X5 und Artisteer nicht enthalten. Auch der Leistungsumfang ist vergleichsweise eingeschränkt.

Tarif-Modelle

Homepage-Baukästen sind zum größten Teil kostenpflichtig. Kostenlose Produkte sind meist mit Werbeeinblendungen versehen und enthalten meistens keine Domain. Zu diesen Produkten gehört bspw. Das kostenlose Modell von Jimdo (Jimdo Free). Für alle anderen Angebote fallen Gebühren ab 1,00 EUR (z.B. 1und1 IONOS) oder 23,00 EUR (Squarespace) an. Hierbei haben sich für die Anbieter zwei Varianten bewährt:

(1) Monats-Modell

Eine monatliche Abrechnung bietet dem Anwender zwar weniger Flexibilität, dafür sind die Preise deutlich günstiger. Die monatlichen Kosten lassen sich – je nach Anbieter – entweder monatlich oder jährlich in je einer Summe abrechnen. Hierbei gilt das Prinzip der Versicherungen: Je öfter eine Zahlung abgerechnet wird und je höher die Flexibilität des Kunden, desto höher sind auch die Gebühren. Wer sich auf einen längeren Zeitraum festlegen möchte, kann somit einiges an Geld sparen.

(2) Abrechnung auf Jahres-Basis

Wer sich lange im Voraus festlegen kann oder das Produkt bspw. schon im Rahmen eines Probezeitraums besser kennenlernen konnte, wird bei einer Abrechnung auf Jahres-Basis einiges an Geld einsparen können. Der bekannteste Anbieter, der mit dieser Methode arbeitet ist 1und1 IONOS, der Kunden einen enormen Rabatt einräumt, sofern sie sich früh und lange festlegen können. So kosten bspw. alle Tarife des Homepage-Baukastens in den ersten 6 Monaten nur 1,00 EUR, sofern sich der Kunde auf einen 24-Monats-Zeitraum festlegen kann.

Fazit

Für beide Abrechnungsvarianten gibt es Vor- und Nachteile. Wie bereits beschrieben ist eine Abrechnung bzw. ein Vertrag auf 12 bzw. 24 Monate sinnvoll, wenn man sich weit im Voraus festlegen kann. Auf diese Flexibilität sollten Kunden allerdings nicht viel wert legen wenn sie in einem schnelllebigen Bereich arbeiten und eine Homepage bspw. nur im Rahmen einer Landing Page für eine kurzlebige Aktion verwendet werden soll. Langfristige Jahresmodelle rechnen sich hauptsächlich für diejenigen, die bereits das Produkt ausprobiert haben und das auf der Webseite abgebildete Projekt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit über den ganzen Zeitraum betreiben werden. Das bietet sich beispielsweise dann an, wenn man über Personen eine Webseite gestaltet, bspw. über Personen des öffentlichen Lebens.

Nachteile und Vorteile

so wie jede Web-Lösung hat auch der Homepage-Baukasten eine Reihe von Vor- und Nachteilen. Entscheidend dürfte die jeweilige Perspektive sein: Während ein Homepage-Baukasten für Laien die Idealvorstellung in Sachen Webentwicklung sein dürfte, empfinden Profis einen Website-Builder eher als einengend für die gestalterische Entfaltung und die Kreativität. Trotzdem lohnt es sich einen unabhängigen und möglichst neutralen Blick auf die Vor- und Nachteile eines Homepage-Baukastens zu werfen.

Nachteile

Einschränkte Responsiveness

Leider sind noch nicht alle Templates für mobile Endgeräte optimiert. Dies führt dazu, dass einige ältere Templates auf Smartphones unpassend dargestellt werden und beispielsweise manuell aufgezoomt werden müssen. Dieses Problem betrifft weniger die modernen Marktführer wie Squarespace oder Wix.com, die größtenteils auf reponsive Designs umgestellt haben, sondern treffen eher auf Anbieter wie Artisteer zu, die keine Online-Templates anbieten und ihr Produkt seit längerer Zeit nicht mehr aktualisiert haben.

Unterschiede zwischen Live-Demo und Template

Bei den meisten Anbietern finden Kunden ein Portfolio von mehreren hundert Templates vor, die oft geradezu spektakulär in der Vorschau aussehen. Wer diese Templates installiert erfährt relativ schnell, dass ein gut aussehendes Template nicht einfach so entsteht sondern dass hier zusätzlicher Gestaltungsaufwand erforderlich ist. So kann es im schlimmsten Fall passieren, dass Anwender Stunden lang an einer Webseite herumbasteln nur um später herauszufinden, dass gewisse Funktionen nur mit erweitertem Expertenwissen (z.B. mit HTML-Kenntnissen) möglich ist.

Je komplexer die Funktion, desto komplexer das Vorgehen

Teil der Werbestrategie von Homepage-Baukästen dürfte zweifellos die einfache Benutzerbarkeit einzelner Funktionen sein. Das ist bis zu einem gewissen Punkt tatsächlich der Fall, denn bei der Eingabe einer Überschrift und einem Body-Text sind keine zusätzlichen Tags erforderlich – der Editor erledigt zudem die wichtigsten Formatierungs-Aufgaben von alleine. Erfahrungsgemäß kann man jedoch sagen: Je komplexer der Vorgang – beispielsweise das richtige Anpassen einer Bilddatei – desto langwieriger kann das Herumprobieren – insbesondere für Einsteiger – sein und desto frustrierender wird am Ende das scheinbar einfache Bedienen des Homepage-Baukastens.

Masse statt Klasse – Templates gehen oft in Richtung Einheitsbrei

Dass keine Programmier-Kenntnisse zum Erstellen einer Baukasten-Webseite erforderlich sind, sorgt im Umkehrschluss dafür, dass viele Templates vorgefertigt und nach Massenware aussehen. So muss bei einem beliebigen Template das Bild, das Video oder der Text immer exakt an dieselbe Stelle integriert werden. Wer massenhaft neue Webseiten in kurzer Zeit aufbauen möchte, für den ist der Homepage-Baukasten ideal. Wer jedoch seine kreativen Freiheiten ausleben möchte, kommt bei dieser Art zu arbeiten recht schnell an seine Grenzen.

SEO-Funktionen nicht immer enthalten

Auch wenn es mittlerweile immer mehr Anbieter gibt, die erweiterte SEO-Funktionen in Ihrem Homepage-Baukasten anbieten, haben die meisten Baukästen deutlich Nachholbedarf was dieses so wichtige Online-Marketing-Thema angeht. Beispielsweise ist es bei vielen Produkten nicht möglich erweiterte Marketing-Aspekte in die Seite mit einfließen zu lassen, wie beispielsweise einen Call-to-Action-Button oder ein Kontaktformular zum Erfassen der E-Mail-Adressen. Die meisten Dienstleister haben jedoch nahezu ausschließlich die üblichen Onpage-Funktionen im Programm wie etwa das Anpassen des Seitentitels, des Metatextes sowie das Festlegen von Keywords.

Vorteile

Viele Nachteile eines Homepage-Baukastens erscheinen – je nach Perspektive – auch als Vorteile. Dazu gehört in erster Linie die große Auswahl an Templates. Natürlich handelt es sich bei diesen Vorlagen nicht um ein Feuerwerk aus Kreativität. Hier gilt jedoch – frei nach dem 80/20-Prinzip – dass in über 80% der Fälle der Anwender ein passendes Template finden wird. Viele Anbieter gehen außerdem davon aus, dass diejenigen, die sich für eine Baukasten-Lösung entscheiden grundsätzlich nicht über das Budget verfügen um eine extrem kreative und vielseitige Seite aufzubauen.

Kosten

Womit wir zum nächsten Thema kommen: Die Kosten. Eine professionelle Seite aufzubauen dauert in der Regel mehrere Wochen und kann – je nach Thema und Verwendungszweck – mehrere tausend, teilweise zehntausende Euro verschlingen. Hier gilt es die einzelnen Entwicklungsschritte zu beachten, die in einem Homepage-Baukasten in einen einzigen Schritt zusammengefasst sind: Die Erstellung eines Designs, die Umsetzung des Designs in HTML mit CSS und Bootstrap, die Entwicklung der Seite auf Basis von HTML bzw. PHP oder einer anderen Software sowie mehrere Nachbearbeitungsstufen, die zur Umsetzung der Seite erforderlich sind. Bei allen diesen Schritt entsteht ein großes Kostenpotenzial – ein Problem, das der Erstellung einer Webseite via Baukasten quasi nicht vorhanden ist, da mehrere Schritte übersprungen werden. Dieser Rationalisierungs- und Automatisierungsprozess, führt zu weniger Kosten, da keine Designer und/oder Programmierer für die Entwicklung der Seite beauftragt werden müssen. Im Extremfall erhalten Kunden eine Webseite für 0,00 EUR. Eine Baukasten-Seite welche die wichtigsten Funktionen erfüllt, dürfte bei den meisten Anbietern bereits für 10,00 EUR durchschnittlich im Monat verfügbar sein.

Weniger Zeitaufwand

Die oben beschriebenen Iterationsschritte führen häufig dazu, dass viel Zeit verloren geht. Oftmals wird eine Webseite nicht für die eigene Person sondern in Dienstleister-Funktion für einen Kunden erstellt. Bei einem Homepage-Baukasten kann sich der Anwender die Zeit frei einteilen und die zeitlichen Kapazitäten so einteilen, dass sie gut in den persönlichen Zeitplan passen. Dabei ist der Nutzer von niemandem abhängig außer von sich selbst und vom Anbieter – und viele Tests haben gezeigt dass Downtimes bei den größten Markteilnehmern wie 1und1 IONOS oder Jimdo quasi nicht vorhanden sind.

Große Auswahl an Bildern und Fotos

Ein wesentlicher Aufwand bei der Erstellung von geeignetem Media-Material ist das Schießen professioneller Fotos. Hierbei gibt es erhebliche Unterschiede zwischen der Qualität. Für einen richtig guten Fotografen muss man – je nach Anbieter – bis zu mehreren hundert Euro pro Session auf den Tisch legen. Wer auf diese Fotos verzichten kann, findet bei den meisten großen Anbietern eine große Auswahl an vorgefertigten Bildern zu allen erdenklichen Themen. Diese Bilder sind in der Regel kostenlos und können ohne gesonderten Nachweis verwendet werden.

Intuitiver Aufbau

Die meisten Homepage-Baukästen sind intuitiv nach dem Drag- und Drop-Prinzip aufgebaut. Während das Erstellen eines komplexen HTML-Codes einen Editor und die entsprechende Hardware erfordert, können Änderungen im Homepage-Baukasten einfach mittels Drag- und Drop-Funktion durchgeführt werden. Hierdurch haben Anwender einen hohen Grad an Flexibilität und können ohne erweiterte Programmierkenntnisse Elemente austauschen. Im Business-Bereich wirkt sich dies besonders auf die Lohnkosten aus, da eine Hilfskraft, die mit 2-3 Klicks eine Webseite verändern kann, deutlich weniger kostet als ein Programmierer, der tief im Webseiten-Code eine Veränderung durchführen muss.

Zusammenfassung und Fazit

Die Welt der Homepages ist in den letzten 20 Jahren deutlich angewachsen. Die Tage in denen der Anwender auf Programmierkenntnisse zurückgreifen muss um eine sehenswerte Webseite zu erstellen sind gezählt. Mittlerweile gibt es immer mehr Anbieter die ihre Produkte auf unterschiedlichen Plattformen zur Verfügung stellen. Das Angebot reicht von einem einfachen CMS bis hin zu einem hochkomplexen Homepage-Baukasten. Die Frage die sich stellt: Was ist die perfekte Lösung für mich? Diese Frage möchten wir im Folgenden beantworten:

Privat/Hobby

Wer sich neben dem Beruf die eine oder andere Stunde Zeit nimmt um ein Hobbyprojekt aufzubauen, sollte sich überlegen ein CMS zu installieren. Natürlich können die Inhalte auch selbst erstellt werden. Wenn das Hobby jedoch irgendwann hauptberuflich ausgeübt werden soll, könnte sich irgendwann die Frage stellten ob die Einarbeitung eines Mitarbeiters notwendig sein wird. Diese Einarbeitung ist bei einem CMS deutlich einfacher und für Laien viel leichter als Programmieren zu lernen.

Einzelunternehmen

Wer ein eigenes Gewerbe aufmachen möchte um bspw. seine Dienstleistungen oder Produkte online anzubieten, sollte auf einen Homepage-Baukasten zurückgreifen. Wer in seinem Tagesgeschäft einiges an Expertise mitbringt, wird keine Zeit haben sich mit Programmieren herumzuschlagen – vorausgesetzt der Anwender bietet diese Dienstleistungen nicht explizit an. Sobald sich das Geschäft vergrößert kann der Dienstleister die Aufgaben an Mitarbeiter oder Freelancer delegieren.

KMU

Kleine und mittelständische Unternehmen bieten oft eine große Bandbreite an Produkten und Leistungen an. Sofern diese Leistungen und Produkte online verkauft werden, handelt es sich meist um große Datenmengen. Mit diesen Mengen sind einfache Homepage-Baukästen schnell überfordert, insbesondere wenn es – wie bei Anbietern wie Wix.com – Speicherplatz und Bandbreiten-Beschränkungen gibt. Oder anders formuliert: Wenn die Anforderungen nicht besonders groß sind und die Seite keine E-Commerce-Funktion hat, genügt möglicherweise die Premium-Ausführung eines Homepage-Baukastens. Wenn die Leistungsbreite jedoch dichter ist, sollten Anwender möglichst auf ein Produkt zurückgreifen, das die hohen Daten schnell und adäquat verarbeiten kann.

Mittelbetriebe, Großunternehmen

Größere Unternehmen sind am besten beraten wenn sie auf eine Custom-built-Webseite zurückgreifen. Der Grund hierfür liegt zum einen in der Technik und zum anderen im Marketing: Technisch gesehen entstehen bei den großen Unternehmen meist dieselben Probleme wie bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen: Die Last erdrückt den Server förmlich, sodass die Leistung eines Homepage-Baukasten-Webseite mitunter unterirdisch sein kann. Eine selbst gebaute bzw. in Auftrag gegebene Lösung berücksichtigt die Anforderungen für die ein Lasten- und Pflichtenheft erstellt wird. Für den Auftrag lohnt es sich, die passende Agentur zu recherchieren und sich für die Auftragsvergabe Zeit einzuplanen.

Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass sowohl selbstgebaute Homepages als auch HTML und CSS Lösungen sowie CMS eine Daseinsberechtigung haben und millionenfach im Internet verwendet werden. Der Homepage-Baukasten fasst die besten Features dieser Programmiersprachen in mehrere Module zusammen und bietet hierbei den Anwendern die Möglichkeit kleine Änderungen selbst vorzunehmen, oder aber auch hochmoderne und ansehnliche Templates selbst zu erstellen (wie bei Artisteer) und zu implementieren (wie bei Website X5). Die Preissspanne von Homepage-Baukästen reicht von 0,00 EUR im Monat (mit Werbung) bis hin zu rund 40 EUR für das teuerste Paket bei Jimdo oder Wix.com. Viele Seiten bieten einen Homepage-Baukasten Vergleich an um dem Anwender die Vor- und Nachteile dieser Produkte aufzuzeigen. Homepage-Baukästen lohnen sich für kleine und mittelständische Unternehmen, Privatpersonen und Einzelunternehmer, die innerhalb kürzester Zeit eine Webseite auf die Beine stellen möchten.